Skitouren im Bereich der Franz-Senn-Hütte

27.02.2011 - 03.03.2011
Autor: Wolfgang Reichert
Tour-Nr.: 2011/17

Teilnehmer:

Tilman Botsch, Elke Bürkel, Thomas Kiesewetter, Stella Rochlitzer, Susanna Rinehart, Joachim Schröter, Jürgen Stifter, Michael Wegschaider

Tourenleiter: Wolfgang Reichert

 

Tag 1: Anfahrt von Ansbach nach Milders im Stubaital, Aufstieg bei kräftigem Schneetreiben. Ankunft an der Hütte nach 3,5 Stunden.

 

Tag 2:

Verhältnisse: Neuschnee ca. 50 – 60 cm, weiterhin Schneefall, Sicht schlecht.

Unternehmungen: Zuerst LVS – Gerätesuche im absoluten Tiefschnee (sehr mühsam) und anschließend Demonstration von Spaltenbergung.

Ab ca. 11:30 Uhr Anstieg auf den Alpeiner Ferner Richtung Wildgratscharte. Bei ca. 2800 hm Abbruch wegen schlechter Sicht und anschließende vorsichtige Abfahrt bei sehr diffusen Sichtverhältnissen.

 

Tag 3:

Verhältnisse: Sonnenschein, kalt, hervorragender Tiefschnee (60 cm). Allerbeste Tourenverhältnisse, jedoch mühsames Spuren.

Unternehmungen: Wieder Anstieg auf den Alpeiner Ferner bis kurz unter Höllentalscharte (3150 hm). Anschließend längere Pause im Sonnenschein. Die Abfahrt über hervorragend zu fahrenden und unberührten Tiefschnee ist ein einziger Rausch. Wir ziehen wunderschöne Abfahrtsspuren in den Schnee. Eine Passage ist wegen tückischen, in der Schneedecke verborgenen Steinen etwas mühsam. Auch eine längere Skisuche unterbricht die Abfahrt. Zuletzt ist noch etwas die Armmuskulatur gefordert, um über eine längere Passage schiebend zurück zur Hütte zu gelangen. Das anschließende Getränk im Sonnenschein vor der Hütte ist der wohlverdiente Abschluss eines wunderschönen Tourentages.

 

Tag 4:

Verhältnisse: Ebenso herrlich wie am Vortag.

Unternehmungen: Aufstieg zur mittleren Sommerwand (2682 m), dann über einen wunderschönen Tiefschneehang Abfahrt in eine Mulde, um dann weiter Richtung Kräulscharte aufzusteigen (3069 m). Etwa 100 hm unterhalb der Scharte brechen wir den Anstieg wegen zu großer Lawinengefahr im Steilbereich der Scharte ab. Die Abfahrt ist wieder begeisternd, wobei wir den bereits gefahrenen Tiefschneehang noch einmal durchpflügen. Herrlich !!

 

Tag 5:

Die Verhältnisse sind leider deutlich schlechter. Es ist bewölkt bei eingeschränkter diffuser Sicht. Es wird wohl im Laufe des Tages komplett zuziehen. Wir überlegen deshalb lange, ob noch etwas unternommen werden kann, oder ob wir gleich ins Tal abfahren. Die gefundene Kompromisslösung sollte sich als optimal erweisen, da wir noch mal Richtung Kräulscharte aufsteigen bis zu unserem Superhang. Wir haben damit ein weiteres Mal den Tiefschneegenuss, wobei auch die weitere Abfahrt zur Hütte noch gut zu meistern ist. An der Hütte angekommen gibt es eine Brotzeit- und Packpause. Anschließend fahren wir die nicht ungefährliche Talabfahrt, die auch noch optimal (heißt: unfall- und absturzfrei) verläuft. Anschließend umziehen, Ausrüstung im Bus verstauen, Bus wieder flott machen (Schnee!), im Tal noch zu „Billa“ zum Brotzeit einkaufen und ruhige, ereignislose Heimfahrt.

Fazit: Eine tolle Tour mit hervorragenden Verhältnissen und einer Super-Truppe.

Dankeschön allen Teilnehmern für die gute Kameradschaft!

 

 

Wolfgang Reichert