Ski(tor)tour im Sellrain - Stubaier Alpen

23.02.2012 - 26.02.2012
Autor: Müller-Eisenberger Petra
Tour-Nr.: 2012/16

„von super bis sch… war alles dabei“ (Zitat Kursleiter)

 Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen, muss gleich zu Beginn erwähnt werden, dass der Begriff Tortour nur für einzelne, wenige Aktionen passend war!

Am Donnerstag, den 23.2.12 um 8 Uhr starteten also sechs verwegene und abenteuerlustige Sektionsmitglieder mit ihrem Chief Wolfgang Reichert in Richtung Sellrain (zwischen Garmisch und Innsbruck gelegen), wo wir so gegen 12.30 Uhr am Parkplatz in St. Sigmund auf 1513 m ankamen. Schnell wurde das „bisschen“ Gepäck geschultert, und schon ging´s  anfangs auf der Rodelbahn, später dann stetig bergauf in Richtung „Neue Pforzheimer Hütte“ 2308 m, unserem Domizil für die nächsten vier Tage. Ein kleiner steiler Schlussanstieg gab uns einen Vorgeschmack auf die Dinge, die da noch kommen sollten. Schon am ersten Abend bekamen wir ein vorzügliches Abendmenü, welches allein den Aufstieg schon wert gewesen wäre. Freitag ging´s dann nach dem Frühstück um 8.45 Uhr in Richtung „Südliche Sonnenwand“ meist flach dahin, bis wir das Kar auf ca. 2900 m erreichten. Nach kurzer Pause und für die meisten Teilnehmer „tollen“ Abfahrt, entschieden wir uns noch für einen zusätzlichen Schlenker in Richtung „Rosskarscharte“ 2900 m, welche auf dem Weg zum „Gleirscher Fernerkogel“ 3194 m zu überwinden war. Jetzt war´s dann aber für den Freitag genug und wir fuhren ab zu unserer Hütte, wo wir nach einem abschließenden kurzen Gegenanstieg zum Nachmittagskaffee wieder eintrudelten.

Ausgeschlafen und frisch gestärkt ging´s dann am Samstag durch die Rotgrube (dabei war ein kleiner Lawinenkegel zu übersteigen) hinauf zu einer Scharte südlich der Rotgrubenspitze 3014 m. Diese konnte nur ohne Skier durchstiegen werden, was als nicht ganz unanstrengend bezeichnet werden darf. Ein gering ansteigendes Hochplateau führte uns zu unserem Gipfel, nämlich dem Zwieselbacher Rosskogel auf 3081 m. Ein unglaubliches Panorama belohnte uns für die Anstrengungen, die schon hinter aber auch noch vor uns lagen. Es folgte der Rückweg, bei dem die Scharte natürlich entgegengesetzt durchwatet werden musste und so mancher nahezu hüfttief im Schnee steckte. Die Abfahrt, die uns für diese Strapazen belohnen sollte, war leider alles andere als schön. Bruchharsch soweit das Auge reichte, so dass wir auch hier teilweise abschnallen mussten um alle sicher nach unten zu kommen. Ein sehr gemütliches und leckeres Kaffeetrinken ließ uns aber wieder zu neuen Kräften finden.

Am Sonntag schlug dann doch das Wetter um und es schneite. Die geplante Halbtagestour ließen wir auf Grund der fehlenden Sicht sein und machten uns direkt auf den Weg ins Tal und auf die Heimfahrt.

Abschließend möchten wir uns noch für die sichere Führung bei unserem Wolfgang Reichert bedanken. „Du wirst uns, wenn´s unser Urlaubsplan erlaubt, nicht mehr so schnell los! Ciao, bis nächstes Jahr!“

Petra Müller-Eisenberger, Susanna Rinehard, Uwe Widder, Julian Wolf, Erika Hartmann, Elke Bürkel

a g´führiger Schnee
am Zwieselsteiner Rosskogel
bergwärts Richtung südliche Sonnenwand
Mahlzeit
über die Rotgrubenscharte
..wer seine Ski liebt....