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Wanderung in den Chiemgauer Alpen

07.07.2012 - 08.07.2012
Autor: Gabriele Heckel
Tour-Nr.: 2012/30

keine Chance, den Redefluss von 9 Frauen einzudämmen....

Am Samstag früh um 5.30 Uhr fuhren wir (9 Frauen: Angela, Andrea, Hildegard, Anja, Odette, Ilona, Kathrin, Christa, Gabi und Johannes) in Ansbach gut gelaunt los, denn die Vorhersage verhieß sonniges Wetter. Während der Fahrt regnete es, aber als wir bei Samersberg die Autobahn verließen und zum Parkplatz der Hochriesbahn fuhren, herrschte nur noch  feucht trübes Wetter.

Wir gingen zügig bergauf um bis zur Mittagszeit die Riesenhütte zu erreichen. Johannes schlug den steileren Weg vor, in der stillen Hoffnung, den Redefluss von uns Frauen etwas einzudämmen (allerdings ohne großen Erfolg). Nach gut 600 Höhenmetern in feuchtwarmen Klima (wir fühlten uns wie im Regenwald), erreichten wir die wunderschön gelegene , liebevoll bewirtschaftete Riesenhütte (1346 m). Nach einer kurzen Stärkung gingen wir weiter zum Predigtstuhl, den wir bei recht dunstigem Himmel und Windböen erklommen. Der anschließende Abstieg gestaltete sich spannend und abwechslungsreich (Ist da ein Weg?), vorbei an bizarr vom Blitz gespaltenen Bäumen. Und endlich – die Sonne kam raus und die Aussicht auf leckeren Kuchen mit Kaffee ließ uns flott zur Riesenhütte zurückkehren. Bei herrlicher Abendsonne hatten einige von uns noch nicht genug und machten sich nochmals auf in die nähere Umgebung (Hochries bzw. Riesenberg), um die jetzt traumhafte Aussicht von oben zu genießen auf: Kampen, Elmauer Tor, Wilden Kaiser, Zahmer Kaiser … bis in weiterer Ferne die Zillertaler Alpen.

Bei Kuhglockengeläut und Eselsgebrüll, leisen Gitarrenklängen vom nahen Lagerfeuer und dem üblichen Matratzenlagerfeeling schliefen wir alle (mehr oder weniger gut) rechtschaffen müde ein.

Am nächsten Morgen zog es uns bei bestem Bergwetter schnurstracks hinaus. Dafür ließen wir auch das opulente Frühstücksbüfett sausen und begnügten uns mit Kaffee / Tee, um möglichst früh los zu kommen. Unsere Ziele waren  Hochries (1568 m), Karkopf ( 1496 m) und Feichteck (1514 m), von denen aus wir die wunderbare Aussicht genießen konnten (u. a. auf den Chiemsee, Inn und Simmsee).

Unterwegs bekamen wir von Johannes eine fachkundige Schulung über die herrlich blühenden Bergpflanzen: weißer Taubenkropf, pinkfarbene Alpenrosen, lilagefärbtes Knabenkraut und Teufelskralle, gelbblühender Bärenklee und Ochsenauge.

Leider zogen um die Mittagszeit dunkle Wolken auf; ein starker Wind und erste Regentropfen beschleunigten unseren Abstieg zur Wagneralpe. Wegen dem drohenden Gewitter beschlossen wir keinen weiteren Aufstieg, sondern trösteten uns bei äußerst schmackhaftem Käse- und Apfelkuchen, während Johannes und Anja die Autos holten und zum nahegelegenen Parkplatz brachten. Vor dort aus machten wir uns auf den Heimweg.

Danke Johannes, für die tolle, perfekt geplante und sehr harmonisch verlaufende Tour – wir fahren gerne alle wieder mit!