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Vier Gipfel in zwei Tagen

09.03.2013 - 10.03.2013
Autor: Karl-Heinz Langguth
Tour-Nr.: 2013/29

Mit Schneeschuhen durch die Allgäuer Bergwelt

Das Allgäu als Ausweichregion war ein Glücksgriff:  Alle Teilnehmer waren mit dem Staufner Haus (Ausstattung, Küche, Service, Atmosphäre), der Tour (vier Gipfel, reichlich Schnee), dem Wetter (zur Abfahrt Regen, dann sehr viel besser als vorgesagt) und der Leitung/ Betreuung durch Armin und Johannes hochzufrieden und kehrten am Sonntag, wenn auch ausgepowert, so doch beseelt und mit eindrucksvollen Erfahrungen und Erinnerungen sowie reichlich Proviant aus der Bergkäserei Steibis in die trübe Heimat zurück.

Nach reibungsloser Anreise starteten wir gegen 11.00 Uhr vom Parkplatz der Hochgratbahn mit der obligatori­schen, jedoch hoffentlich nicht benötigten, Ausrüstung zum Staufner Haus, auf und neben der bereits leicht aperen Skipiste sowie „querfeldein“ teils durch tiefverschneiten Wald, rund 800 Hm.

Auf 1634 m wurde uns vom freundlichen Hüttenteam sogleich ein komfortables Lager zugewiesen, wobei sich 3 Teilnehmer wegen Bedenken oder Rücksicht gegen Aufpreis in Zimmer verlegen ließen…

Da der Tag jung und die Truppe wieder gestärkt war, ging Armin das geplante Ziel, den westlich der Hütte gelegenen Gipfel des Seelekopfes auf etwa gleicher Höhe an. Obwohl insgesamt nur mäßige Lawinengefahr herrschte, waren während der Woche südseitig bereits kleinflächige Gleitschneerutschungen erfolgt, sodass wir bei einigen Hangquerungen vorsichtshalber mit weitem Abstand gingen.

Beim gemütlichen Hüttenabend hatten wir eine gute Unterhaltung, es wurde der eine oder andere Witz zum besten gegeben sowie eine Schnapsrunde vom „jüngsten“ Teilnehmer (Mitgliedschaft).

Nach ausreichend gutem Schlaf und einem reichhaltigem Frühstück wurden wieder die Schneeschuhe angeschnallt und nach dem Pieps-Check ging es zuerst zum Hochgratgipfel, mit 1834 m dem höchsten in der Nagelfluhkette, wo leichtes Schneetreiben nur einen kurzen Aufenthalt bedingte. Danach bei Wetterbesserung am Kamm entlang ohne Hektik mit Trinkpausen nach Osten, mehrmals auf und ab bis zum Rindalphorn - mit Sicht weit in die sich südlich erstreckende Bergwelt genossen wir den verdienten Gipfelschnaps aus meinem Flachmann.    

Von dort erfolgte der Abstieg in überwiegend tiefem Schnee, zuerst recht steil, was Gelegenheit zu großen Schritten, ja Sprüngen bot - dann nass und schwer ( als Abkürzung) durch den Wald und zuletzt im Tal zurück, wo wir nach insgesamt knapp 7 Stunden und 400 Hm auf sowie 1200 Hm ab den Vereinsbus erreichten.

Mit Kaffee und Kuchen (!) im Gasthaus Hirsch in Steibis endete eine unvergessliche Vereinstour (mein linkes Knie ist auch wieder o.k.). 

Teilnehmer: Armin, Daniel, Elisabeth, Ilona, Johannes, Karl-Heinz, Renate und Walter

Aufstieg zum Staufner Haus
Der Tourenleiter zeigt´s, wo´s lang geht
Auf dem Gipfel des Seelekopfs
Pieps-Check
Leichtes Schneetreiben auf dem Hochgrat
Abstieg vom Rindalphorn
Mit Riesenschritten hinab
Schwerer tiefer Schnee im Wald
Zurück im Tal