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Alpine Wanderung im Rofangebirge

13.07.2013 - 14.07.2013
Autor: Norbert Bartsch
Tour-Nr.: 2013/42

Optimale Bedingungen - Stimmung und Kondition bestens

Am Samstagmorgen um 6 Uhr trafen sich Johannes, Angela, Katrin, Christa, Gabi und Norbert am Bahnhof in Ansbach, um zu einem Wanderwochenende ins Rofan-Gebirge aufzubrechen. Die Wetterfrösche kündigten mit Temperaturen um die 24 ° optimale Bedingungen an – und sie sollten Recht behalten!

Gegen 10:30 Uhr kamen wir in Maurach am Achensee an. Mit der Rofan-Seilbahn fuhren wir hinauf zur Erfurter Hütte (1834 m),  unserem Ausgangspunkt für insgesamt fünf Gipfelbestei-gungen, die unser Wanderleiter Johannes geplant hatte. Der Aufstieg zum Gipfel der Haidachstellwand (2192 m) wurde von allen Teilnehmern bravourös gemeistert; dabei war eine Passage zu überwinden, bei der wir ca. 20 m (durch Stahlseil und Tritteisen an der Felswand versichert) nach oben kletterten. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit waren hier vor allem für den wenig erfahrenen Bergwanderer unabdingbare Voraussetzung. Nach einer kurzen Pause am Gipfelkreuz fassten wir unser nächstes Ziel ins Auge, die Rofanspitze (2259 m), die wir nach etwa 2 ½ Stunden erreichten. Und weil Stimmung und Kondition in der Gruppe weiterhin sehr gut waren, führte uns Johannes noch auf’s Spieljoch (2236 m). Auf allen drei Gipfeln lauschten wir bei guter Fernsicht den geographischen Bestimmungen der nahen und fernen Gipfel, die unser Wanderleiter – so hatte es den Anschein – alle mit Vornamen kennt!

Gegen 17 Uhr kamen wir rechtschaffen müde wieder an der Erfurter Hütte an. Nach einer wohltuenden warmen (!) Dusche ließen wir den Tag ausklingen beim leckeren kulinarischen Angebot des Hüttenwirts. Mit der nötigen Bettschwere fielen wir in dieselben und schliefen – der eine mehr, die andere weniger – dem zweiten Wandertag entgegen.

Der begann nach einem Frühstück vom Buffet kurz nach 8 Uhr mit dem Besteigen des Gschöllkopfes (2039 m), der sich quasi vor der Haustüre unseres Domizils auftürmt. Oben angekommen standen wir vor einem sehr ungewöhnlichen Aussichtspunkt in Form eines überdimensionierten, stählernen Adlerhorsts (siehe www.google.de, gschöllkopf adlerhorst). Von hier aus konnte man viele Gipfel weit über das Rofan-Gebirge hinaus bestaunen und anhand einer  übersichtlichen Skizze, die rund um das Geländer der Aussichtsplattform angebracht ist, bestimmen.

Danach brachen wir zum höchsten Gipfel des Rofan-Gebirges, dem Hochiss (2299 m) auf, den wir gegen 11 Uhr erreichten. Das wiederholte Schwärmen des Verfassers, dass die Aussicht bei hervorragendem Wetter gigantisch war, sei hier ein letztes Mal strapaziert.

Abschließend steuerten wir die knapp 580 Hm tiefer gelegene Dulfazalm an, wo uns nach vierstündigem Auf und Ab des Vormittags leckere Schmankerln in fester und flüssiger Form erwarteten.

Der Abstieg zur Talstation der Rofan-Seilbahn – immerhin weitere 850 Hm – beendete unser Wanderwochenende im Rofan-Gebirge. Die Fahrt bis zur Autobahn verlief recht zähflüssig und kurz vor 20 Uhr kamen wir wohlbehalten wieder in Mittelfrankens Landeshauptstadt an.

Nochmals allerherzlichsten Dank von uns allen an unseren Wanderleiter Johannes für die Vorbereitung und Durchführung eines unvergesslichen Wandererlebnisses im Rofan-Gebirge!

Auf dem Gipfel der Rofanspitze
Auf der Haidachstellwand