Schneeschuhtour in den Chiemgauer Alpen

23.02.2013 - 24.02.2013
Autor: Elisabeth Pfitzer
Tour-Nr.: 2013/27

Vom Schneetreiben in herrlichsten Sonnenschein

Bei Schneetreiben und widrigsten Straßenverhältnissen -selbst auf der Autobahn- fahren wir Richtung Chiemgauer Alpen los. Nach doppeltlanger Fahrzeit verlassen wir die Autobahn bei Frasdorf, wenige Kilometer weiter befindet sich auch schon der Wanderparkplatz (660m) zur Frasdorfer Hütte. Der Himmel reißt auf, die Schneeschuhtour kann beginnen. Verspätet, doch noch rechtzeitig laufen wir (9 Schneeschuhgeherinnen und –geher) gutgelaunt und erwartungsvoll hinter unserem routiniertem Tourenführer Armin los.

Der stark frequentierte Wanderweg zur Frasdorfer Hütte führt am Ebnater Achen entlang, steigt langsam und stetig. Der Fuhrweg zweigt nach ungefähr einer Stunde Gehzeit, Richtung Riesenhütte, rechts ab. In der Riesenhütte (1364 m) angekommen, geht es nach kurzer Einkehr zu Kaffee und Strudel weiter zum Hochrieshaus.

Eine Stunde Gehzeit lag noch vor uns, der Nachmittag war fortgeschritten, der Wanderweg zwischenzeitlich menschenleer, die Sonne hinter den Wolken versteckt. Außerdem war es windig und deutlich kälter. Aus diesem Grund zogen wir mit dem Tempo an und marschierten dem Hochrieshaus entgegen.

Das Hochrieshaus (1567 m) gehört zur Sektion Rosenheim und befindet sich unmittelbar auf dem Gipfel der Hochries, die als nordwestlicher Eckpfeiler der Chiemgauer Alpen gilt.

Bei typischen Hüttenschmankerln wie Käsespätzle, Knödelsuppe, Linseneintopf und bester Unterhaltung verbrachten wir einen kurzweiligen Hüttenabend.

Gut ausgeschlafen gingen wir den Tag bei einem ausgiebigen Frühstück ruhig an. Danach starteten wir unsere zweite Tour. Die Hochries hinunter und am Spielberg und Predigtstuhl vorbei. Auf und ab, unter Tannen hindurch, abseits der Hauptwege im Tiefschnee und das alles bei blauem Himmel und Sonnenschein. Herrlich!

Im Frasdorfer Berghaus der Sektion Oberland angekommen, hielten wir Rast und stärkten uns für die letzte Etappe, die nach kurzer Zeit wieder in den Fuhrweg entlang des Ebnater Achen zurück zum Wanderparkplatz führte.

Nach eineinhalb Stunden erreichten wir unseren DAV-Bus und traten bester Laune, sehr zufrieden, aber etwas müde die Heimfahrt an.

Nach anfänglichen wetterbedingten Abstrichen haben wir ein sehr angenehmes, kurzweiliges Wochenende verbracht, das wirklich keine Wünsche offen ließ! Schon jetzt freue ich mich auf Armins nächstes Tourenangebot.

Zwischenstation auf der Riesenhütte (1364m) zum Kaffee
Durch verschneiten Winterwald zur Arbergalm
Auf dem Gipfel des Heuraffelkopfes (1504m)