Das Abenteuer: Mit dem MTB auf dem Jurasteig

29.05.2014 - 01.06.2014
Autor: Boris Jungbauer, Katja Seitz
Tour-Nr.: 2014-02-93

Morgens 6 Uhr Treffpunkt an der DAV Geschäftsstelle. Teilnehmer: Boris Jungbauer, Katja Seitz, Peter  Felder, Karin Schmidt, Gerhard Ammon und unser Guide Lukas Kulma.  Beginn der Tour am Donnerstag, den 29.05. bis Sonntag, 01.06.2014. Kilometer gesamt: 213 km.

Der Jurasteig ist ein sehr gut ausgeschildeter Wanderweg, der aber auch für Mountainbiker mit Fahrkönnen ein schönes Abenteuer darstellt.  Der 230 Kilometer lange Jurasteig gilt als „Qualitätswanderweg“ und ist perfekt in beide Richtungen ausgeschildert. Er führt auf 5300 Höhenmetern durch das Mittelgebirge des Bayerischen Jura. Dabei schlängelt sich der Steig über die Höhen und Täler von Donau, Altmühl, Weißer und Schwarzer Laber, Lauterach, Vils und Naab. Ursprüngliche Flusslandschaften wechseln sich ab mit Karst-Plateaus. Schlösser, Klöster und Felszinnen schmücken die Route.

Unsere Tour hat in Bad Abbach begonnen. Die Anfahrt erfolgte mit dem Vereinsbus. Der 1. Tag hat mit viel Regen begonnen, so dass uns der Tourenstart nicht sehr leicht fiel und wir erst ausgiebig einkehren mussten. Motiviert wurden wir durch die Belohnung einer Maß Bier, wenn wir der uns Unbekannten Bekanntschaft ein Ständchen mit dem Lied „ mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ singen. Leider kam es nicht zu der Maß Bier…!? Unser Guide Lukas hat dann aber wirklich Druck gemacht, dass wir in die Pedale kamen und hat somit für den Touren-Startschuss gesorgt. Trotz des regnerischen Wetters war die Gruppe (noch) höchst motiviert.

Der Dauerregen hat uns durch den  durchnässten Boden und zahlreiche Schlammlöcher an unsere Grenzen geführt, so dass wir die 1. Etappe abkürzen mussten ( Leistungsdaten für diesen 1. Tag: 42 Km /  850 Hm). Das Material hat gelitten und wir waren schmutzig ohne Ende, dass wir Schwierigkeiten bei der Aufnahme im Restaurant hatten. Doch unser Guide hat uns gerettet und das 1. Mittagessen war gesichert. Auf der Bestellliste war unter anderem Pfefferminztee zum Aufwärmen. Völlig unterkühlt in der 1. Unterkunft angekommen, war die Dusche unser höchstes Ziel. Da stellte sich denn heraus, dass es nur 80 l heißes Wasser für 6 Personen gab… Dafür wurden wir dann mit dem leckeren günstigen Essen entschädigt und die Stimmung war ausgelassen gut. In der Küche in unserer Unterkunft war Hochbetrieb. Die Küchenzeile wurde umfunktioniert zum Waschsalon, der Backofen war der Trockner für die Schuhe und das Spülbecken war die Waschmaschine. Die Gruppe hat sich von Anfang an sehr gut verstanden. Die Zimmerpartnerwahl ging diskussionslos und unkompliziert über die Bühne. Die Bettschwere kam dann sehr schnell und wurde unterstützt durch den Ausklang am Frühlingsfest, bzw. der Flasche Wein am Zimmer.  Nach einem sehr reichhaltigen und ausgiebigen Frühstück (die Wirtin hat uns wirklich jeden Wunsch erfüllt) konnten wir gut gestärt in den 2. Tourentag, ohne Regen, starten.

Unser heutiges Tagesziel ist Kastl. Nach ca. 2 Stunden Fahrtzeit kamen wir zu einem schönen Straßenkaffee. Dort stärkten wir uns dann für die weitere Strecke mit Kaffee und Kuchen und natürlich mit Riegeln. Das Gelände heute war ziemlich anspruchsvoll, bedingt durch den durchnässten Boden. Teilweise mussten wir deshalb auch verschiedene Passagen schieben.  Nach schönen Blumenwiesen und herrlichen Aussichten war das Ziel in Kastl erreicht. Die Strecke beinhaltete 45 Km und 850 Hm. Das komfortable Hotel  mit Sauna und reichhaltigem Abendessen hat uns den Abend „versüßt“.

Nach einer gründlichen Bikewäsche am Hotel ging`s pünkltich um 8.30 Uhr auf die 3. Etappe. Bei herrlichem Wetter ging`s durch das wunderschöne Altmühltal. Die Tour wurde begleitet durch tiefe Schluchten entlang der Jurafelsen, was den Ein oder Anderen Anspruch mit sich brachte. Die Gruppe hatte sehr viel Spaß und gutgelaunt kamen wir dann nach der längsten Etappe mit 70 Km und 1208 Hm in Dietfurt, in unserer Bleibe für diese Nacht, an. Die Unterkunft war total urig mit spartanisch ausgestatteten Zimmern mit Stockbetten und Etagenduschen.

Die 4. und letzte Etappe war angetrieben durch das Highlight Kloster Weltenburg. Das Ziel musste aber teilweise schwer erkämpft werden. Die  vierte Etappe war besonders anspruchsvoll durch die Singletrails durch den ehemaligen Keltenwald, der auch verschiedene Treppenpassagen bereithielt.  ( 35 Km / 500 Hm )

Neben dem Highlight Kloster Weltenburg haben wir noch eine Donauschifffahrt nach Kehlheim erlebt, mit der Aussicht auf die Befreiungshalle.

Das letzte Stück zum Vereinsbus am Ausgangspunkt von Kehlheim aus, ließen wir entspannt an der Donau entlang ausklingen.  ( 21 Km / 80 Hm )

Unser Guide Lukas Kulma hat die Tour sehr gut vorbereitet und geführt, so dass wir 100 % Spaßfaktor hatten.

Die ersten Juraanstiege sind hinter uns
Not macht erfinderisch
Jurasteig
Lukas hat gut lachen