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Outdoorkletterkurs zur Sonnenwende

20.06.2014 - 22.06.2014
Autor: Karin Ibis
Tour-Nr.: 2014-01-57

oder

Teilnehmer: Kerstin, Tina, Karin, Erich, Erhard, Dimitri

Kursleiterin: Karin Steinert, Trainerin C Sportklettern, Erlebnispädagogin

Treffpunkt: Campingplatz Gasthof Eichler, Obertrubach/Fränkische Schweiz

Bereits am Spätnachmittag des ersten Tages durften wir, für einige zum ersten mal, uns am Naturfelsen ( Saufelsen) einklettern. Natürlich wurden wir vorher von unserer Kursleiterin sehr geduldig und ausführlich darüber informiert, auf was wir alles achten müssen.

So zum Beispiel: die Ökologie bei der Anfahrt ins Klettergebiet beachten, im Zustieg nicht die Wege verlassen, am Felsen auf lose Steine achten und nicht in Erde greifen, sowie keine Pflanzen  beschädigen. Nach einiger Zeit dann stiefelten wir zurück zum Campingplatz  mit vollen Schädeln, aber leeren Mägen.

Darum ging es darauf flugs daran, eine „g'scheite“ Einkehrmöglichkeit zu finden. Satt und zufrieden durch ein ausgiebiges Mahl im nahe gelegenen Mühlengasthof krochen wir in unsere Zelte.

Des Morgens am nächsten Tag befassten wir uns während des Frühstücks (angehalten durch unsere Trainerin) mit der Frage, an welchem nahe gelegenen Felsen wir ausreichende und unseren Fähigkeiten entsprechende Touren vorfinden, um das Fädeln zu erlernen.

Ein geeignetes Gebiet war mit Hilfe entsprechender, gestellter Bücher, schnell gefunden. Allerdings war es zu Fuß nicht in angemessener Zeit zu erreichen. So bildeten wir Fahrgemeinschaften (wie auf der Hin- und Rückfahrt) zum ausgewiesenen Parkplatz ins Gebiet rund um den Signalstein.

Da gab es erst mal ausreichend viele Bäume, um in „Trockenübung“ das Fädeln zu erlernen, was wir unter den aufmerksamen Blicken unserer Trainerin auch postwendend am Felsen umsetzten.

Die Zeit verging bei so viel Neuem wie im Fluge, und nach einem erfolgreichen Klettertag ging es zuerst zur Jause und dann zurück auf den Campingplatz.

Wir beschlossen am dritten und letzten Kurstag wegen der prima Voraussetzungen, auch das Abseilen am Signalstein durchzuführen.

Nach dem theoretischen Teil am Boden (wobei auch die Frage geklärt wurde, was denn ein „Prusik“ sei ;-)) kletterten wir in drei Seilschaften abwechselnd auf den Signalstein, sicherten uns im Umlenker mit einer Bandschlinge, plus Schraubkarabiner, banden uns aus, fädelten das Seil bis zur Mitte, hängten das Sicherungsgerät (Tube, oder Achter) wie gelernt ein, und den Prusik in die Beinschlaufe, und.... seilten uns selbst ab.

Um den Outdoor Kletterschein zu erlangen, gab es allerdings noch einen letzten, aber wichtigen Teil zu bewältigen:

Wir erhielten am Tag zwei des Kurses die Aufgabe, uns mit bestimmten Themen zur Outdoor-Kletterei zu befassen. Hierfür erhielten wir gutes, weil überschaubares Informationsmaterial.

Anhand dessen trug jeder einzeln, wieder am späteren Nachmittag des dritten Tages eine kurze Zusammenfassung vor.

Unter anderem wurden die Themen: Ökologie, Natur-, und Tierschutz, bedrohte Tier- und Pflanzenarten, aktuelle Informationsquellen (dav-felsinfo.de) angesprochen .Erlebnispädagogin und Klettertrainerin Karin konnte uns allen daraufhin mitteilen, dass wir den Kurs bestanden haben :-)

Der Kurs war eine aufregende und natürlich auch anstrengende Erfahrung für mich, ich habe wieder viele positive Eindrücke und nette Menschen erleben dürfen.