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Klettern, Bier und Broodworschd

23.08.2014 - 24.08.2014
Autor: Eveline Glunk
Tour-Nr.: 2014-02-37

Ein Kletterneuling wagt sich an den Fels

Tag 1:
Ich war gespannt, was mich erwarten würde – ich , ein Kletterneuling.
Würden sich wieder meine Zehennägel von zu kleinen Kletterschuhen blau verfärben? Würde ich überhaupt jemanden finden, der mich sichern würde und überhaupt, wie war das nochmal mit diesen Knoten? Ein Wochenende zu Hause wäre doch auch schön gewesen…..
Doch nun stand ich am Samstagmorgen um 9 Uhr am Vereinsheim und die Kletter-Menschen sind so nacheinander eingetrudelt:  Jenny, Jörg, Melanie, Ronny, Elke, Sylvia, Franz und Hartmut.  Alles im Moment „nur“ Namen.

Es ging los nach Lichtenegg/Oberpfalz zum Türkenfelsen. Am Parkplatz ein rosa Bus. Mit Karin waren wir jetzt komplett. Ein kurzer Fußmarsch zum Felsen. Die Routen wurden gelegt (hoffentlich ist da auch was für mich dabei…)

Es war alles dabei und noch viel mehr:
Sich kennenlernen, einander helfen, ermutigen,  zusammen vespern, draußen sein,  Kopf anschlagen (Gott sei Dank mit Helm),  scheitern, sich ärgern, wieder probieren, verzwickt und zugenäht, das kann doch nicht so schwierig sein, Angst überwinden, glücklich oben stehen, Beinzittern (ein neues Phänomen für mich), zum Kuckuck - weshalb krieg ich das Seil nicht eingehängt, Nackensteife vom Sichern, müde werden…..komisch, aber genau das alles in seiner Zusammensetzung reizt und macht Spaß!

Der Kuchen-Aufruf von Elke im Vorfeld  zeigte auch seine Wirkung: Wir wurden mit diversem Gebäck verköstigt. Lecker! Ein uns zugelaufener Dino “Klettaurus“ wurde von Franz noch sorgfältig in einer Felsenspalte versteckt. Beim nächsten Dino-Caching ein wertvolles Ziel.  Ronny dachte sich, was der kann,  kann ich auch und hat sich auf seinem Weg nach oben  gekonnt  in eine Felsenenge hineinmanövriert. Fast unwiederbringlich…...Ich denke es lag an dem guten Kuchen…..Nur die liebevollen Lockrufe seiner Frau Melanie haben ihn letztendlich gerettet.

Um uns herum nicht nur Fels und Wald, sondern auch das Blitzlichtgewitter von unserer Fotografin Sylvia. Da presste man sogar bei den schwierigsten Passagen noch ein Lächeln hervor.

Zu Abend gegessen haben wir im Felsenkeller in Etzelwang. Der 2. Teil des Tourenmottos  wurde jetzt gelebt:  Bier und „Broodworschd“. In unserer Unterkunft „Röthenbacher Hütte“  im Lehenhammertal - eine  kleine, schmucke  Hütte für uns alleine- wurden wir von den Hüttenwirten, ein Ehepaar mit ihren zwei schlafenden Kindern,  erwartet. Sie haben diese Aufgabe zum ersten Mal übernommen und uns unaufgeregt und geduldig beherbergt und bewirtet. Vor allem hatten sie den Ofen eingeschürt. Denn das Wetter machte auch an diesem Wochenende keine Ausnahme:  Bitte im August bloß keine Sonne. Sonne, ganz schlecht!

Wenn jemand davon ausginge, dass eine doppelte Portion von Bratwürsten  Ronny und Jörg sättigten, dann wäre das eine klare Fehleinschätzung.
In der Hütte wurde das kulinarische Programm mit Wienerle abgerundet. Na ja, da wird doch jede Felspassage zum Nadelöhr…..;-))).

Mit Gitarrenbegleitung von  Elke und Sylvia erkletterten wir die musischen Tonleitern. Wir hatten so einiges im Repertoire. Irgendwann schlüpften wir dann in unsere Schlafsäcke. Ein zünftiger Hüttenabend ging zu Ende.

Tag 2:

Der zweite Tag ist relativ schnell erzählt: Frühstück sehr gut, Wetter weniger.
Der Hohe Fels war das Ziel. Nach ein paar Klettereinlagen und Regenschauern sind wir dann Kaffee trinken gegangen. Dahinter verbarg sich auch  Kuchen, Suppe, etc. …….aber  ich glaube Bratwürste oder Wienerle waren nicht mehr dabei. Evtl. Weißwürste?........…Ich kann mich nicht mehr erinnern.
Das kommt davon, wenn man den Bericht nicht zeitnah verfasst.
Aber was ich noch weiß:  Es hat Spaß gemacht, mit Euch ein Wochenende mit Seil ,Haken und Expressschlingen zu verbringen. (….und was sich reimt ist gut! ;-)))

 

Materialcheck
Ronny als Klemmblock
Noch kein Bier
Der Klettaurus
Elke im Vorstieg
Lernen durch Zuschauen