Alpine Wanderung im westlichen Allgäu

16.05.2014 - 18.05.2014
Autor: Wagner Harald
Tour-Nr.: 2014-02-53

mit Übernachtung in unserer schönen Steibis-Hütte

Freitag, 16.5., Anreise

Die Wetteraussichten für das Wochenende änderten sich fast schon stündlich. Von sonnig bis zu einer Regenwahrscheinlichkeit von 60% war alles möglich. Abfahrt war dann um 14:00 Uhr vor dem DAV-Haus in Ansbach mit zwei Fahrzeugen. Die Fahrt verlief zum Glück ohne Stau und Verzögerungen.

Nach Passieren der Mautstraße in Steibis sind wir dann gegen 17 Uhr an der Ansbacher Skihütte neben der Bergstation der Imbergbahn angekommen. Das Ausladen und Einquartieren ging dann auch recht flott voran, so dass wir noch zu einem Abendspaziergang Zeit hatten. Ziel war die Bergwirtschaft „Vordere Fluh“.

Da es die Tage vorher noch geschneit hatte, war der Weg durch den Wald dementsprechend matschig. Über einen Fahrweg liefen wir dann an der Schiesserhütte vorbei zurück zu unserer Ansbacher Hütte. Wir hatten uns eine Brotzeit und ein Gläschen Rotwein verdient. Odette hatte noch einen Nachbrenner zum Verdauen parat.

Samstag, 17.5., Wanderung zum Hochgrat

Nach dem Frühstück ging es auch schon um 8 Uhr an den Start. Auf einem Fahrweg liefen wir abwärts über die Bergmoosalmen bis zur Remmeleckalm auf  1033 m. An der Alm führte der Weg dann bis zu dem tiefsten Punkt der Wanderung am Lanzenbach mit knapp 700 Metern. Nach der Überquerung auf einem gesicherten Seil ging es fortan nur noch bergauf. Vorbei an der unteren und oberen Lauch-Alpe merkten wir dann den kurzen Wintereinbruch der letzten Tage. Am Weg war immer mehr matschiger Schnee, an der Abzweigung zum Staufner Haus war sogar schon alles schneebedeckt. Odette und Angela entschieden sich nicht für den Gipfelsturm und gingen gleich ins Staufner Haus.

Wir anderen liefen und rutschten noch bis zum Hochgrat auf 1833 m. Mittlerweile hatte sich das Wetter auch gebessert, die morgendlichen Wolken über der Nagelfluhkette hatten sich verzogen. Finstere Wolken verdeckten nur noch vereinzelt die höheren Berggipfel im Süden. Jetzt war es Zeit für die Mittagspause im Staufner Haus auf 1600 m. Das Wetter wurde zusehends besser und auf dem Weg lag nur noch etwas Matschschnee. Unterhalb 1500 Höhenmetern konnte man auch wieder schneefrei weiterwandern. Nach einer Weggabelung ging der Weg weiter in Richtung Schilpere-Alpe mit einer kleinen Kapelle. Auf gleicher Meereshöhe knapp unter 1300 m erreichten wir die Hörmoos Alpe. Von hier gibt es einen Linienbus bis und von Steibis, den Odette und Angela benutzten, um in der Nähe unserer Ansbacher Hütte auszusteigen. Ohne die beiden wanderten wir an einem schönen Kräutergarten vorbei in Richtung Alpe Hochwies zum Erlebniswanderweg unterhalb der Fluh. Kurz nach 17 Uhr waren wir dann zurück in unserer Ansbacher Skihütte und beendeten den Abend dann mit einem Abendessen im gegenüberliegenden Imberghaus.

Sonntag, 18.5., Wanderung auf den Denneberg

Nach dem Frühstück halfen alle zusammen die Hütte aufzuräumen, abzuspülen und alles für die Heimfahrt fertigzumachen.

Doch bevor es wieder in Richtung Heimat ging, wollten wir noch eine Abschlusswanderung unternehmen. Wir parkten an der Talstation der Hochgratbahn. Um 9 Uhr mussten wir ein kurzes Stück auf der Straße laufen, bis es dann in das Gebiet „Vorderer Prodel“ ging. Das Wetter war ideal für eine Tour, sonnig, aber nicht zu heiß. Den unspektakulären Gipfel des Prodel mit 1400 m erreichten wir um 10:40 Uhr. Von da an war es bis zu unserem heutigen Ziel, dem Denneberg 1472 m, nicht mehr weit. Vom Denneberg hat man einen tollen Rundblick von den Voralpen mit Steibis über die Säntis in der Schweiz zur Nagelfluhkette mit dem Hochgrat bis ins östliche Allgäu.

Nach der Pause ging es dann auf einem anderen Weg wieder zurück zum Parkplatz. Auf der Rückfahrt hielten wir noch am Rastplatz Illertal, um uns dann getrennt auf den restlichen Heimweg zu machen.

 

Fazit: Eine schöne gelungene harmonische Tour, die man gerne wiederholen sollte.

 

 

Blick hinüber zum Hochgrat
Die Nagelfluhkette in ihrer ganzen Pracht
Wenn keine Brücke da ist....
Letztes Gipfelglück am Denneberg