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Schneeschuhtour Rofangebirge

15.03.2014 - 16.03.2014
Autor: Ambros Wolfgang
Tour-Nr.: 2014-02-15

vom Winde verweht...

Teilnehmer: Armin, Johannes,  Andrea, Ilona, Karin, Christine, Ute, Walter, Marlies, Renate, Lissi, Manfred, Christina, Wolfgang               

Am Samstag, den 15.03.14, trafen wir uns (14 an der Zahl) gegen 07.00 Uhr, am Vereinsheim des DAV, um Richtung Ammergauer Alpen, „Hörndlhütte“, zu fahren.

Da dort jedoch akuter Schneemangel herrschte, hatten unsere Leiter, Armin und Johannes, in das Rofangebirge umdisponiert und Lager in der Erfurter Hütte bestellt – denn eine Schneeschuhtour ohne Schnee ist doch kaum vorstellbar!!!

Nach einer von Windböen begleiteten Fahrt kamen wir kurz vor Mittag in Maurach am Achensee an, durften das Gewicht unserer Rucksäcke mit Schaufel, Sonde, Biwaksack und Lawinenpiepser erhöhen und überwanden dann den Höhenunterschied zur Erfurter Hütte per Seilbahn.

Dort erwartete uns eine einigermaßen gute Schneelage, Wind, Wolken und Noch-Sonne.

Die Einquartierung verlief problemlos. Kurze Zeit später trafen wir uns vor der Hütte zu einer  Einführung in die Geheimnisse der Lawinenausrüstungsgeräte, die uns Armin und Johannes in ihrer unaufdringlichen ruhigen Art sehr kompetent nahe brachten.

Nun begannen wir unsere Tour unter der Führung von Armin (Johannes war der „Lumpensammler“)  in Richtung Dalfazer Wände/Streichkopf. Anfangs war uns das Wetter noch gewogen, doch je höher wir aufstiegen, um so mehr zog es zu, wurde stürmischer und fing zum Schneien an. Jetzt war die/der eine oder andere froh, zusätzlich wärmende Unterwäsche angelegt zu haben.

Der stürmische Wind ließ nun nicht mehr locker und forderte einige Zeit später seinen Tribut. Walter musste sich von einem selbstgestrickten Handschuh und Armin von seiner Mütze verabschieden. Im wahrsten Sinne des Wortes „Vom Winde verweht“.

Um weitere Verluste zu vermeiden, kehrten wir kurze Zeit später um und konnten unbeschadet spätnachmittags die Hütte erreichen.

Der gesellige Abend mit gutem Essen und begleitet von dem lustigen Tiroler „Daniel“, der uns immer wieder mit seinen Sprüchen seine Geschäftstüchtigkeit bewies, endete pünktlich um 22.00 Uhr mit der Hüttenruhe.

Halb ausgeschlafen trafen wir uns am nächsten Morgen zu einem ordentlichen Frühstück und  beschlossen trotz Schneefall und Wind noch eine kleine Tour zu unternehmen.

Gegen 09.00 Uhr verließen wir bei etwas nachlassendem Schneefall die Hütte und folgten in etwa dem Wanderweg in Richtung Rofanspitze, auch hierbei wiederholte Infos und Erklärungen zu Schnee und Schneelage von Armin und Johannes.

Leider war uns das Wetter nicht besonders hold, es fing wieder mehr zum Stürmen und Schneien an, dadurch wurde die Sicht immer schlechter, so dass wir etwas unterhalb der Gruberscharte umkehren mussten.

Nass und ausgekühlt erreichten wir gegen Mittag die Erfurter Hütte, wärmten uns dort nochmals auf, bevor wir mit der Seilbahn zu unseren Fahrzeugen hinunterfuhren.

Nach Umziehen und Verstauen unserer Sachen startete Armin den DAV-Bus, doch welche Überraschung: im Motorraum fing es zum Fetzen und Schlagen an. Motor aus, Nachschauen (natürlich nur Kfz.-Mechaniker in unserem Fahrzeug), konnten wir nur feststellen, dass ein Teil des Keilriemens losgelöst war. Große Aufregung – so konnten wir nicht  losfahren -  alle (insbesondere unsere Mädels) hatten sich auf ein warmes Auto gefreut und nun dies! Viele Telefonate und Wartezeit zu überbrücken.

Aber nachdem gegen 17.00 Uhr unser Bus vom Abschleppdienst abgeholt und kurz vor 18.00 Uhr zwei Leihwagen gebracht worden waren, kamen wir gegen 21.00 Uhr wohlbehalten und müde in Ansbach an,  konnten jedoch schmunzelnd zwei neuwertige Mittelklassewagen, anstatt des in die Jahre gekommenen Mercedes-Busses, im Hof des DAV abstellen.

Es war insgesamt ein aufregendes, aber gelungenes und schönes Wochenende.

 

 

Die Erfurter Hütte, bequem per Seilbahn erreichbar
Am Anfang der Tour meinte es das Wetter noch gut mit uns
Im Rofangebirge lag noch genügend Schnee
Umwerfend: stürmische Zeiten für Schneeschuhgeher