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Wanderung im Mangfallgebirge

13.06.2015 - 14.06.2015
Autor: Norbert Bartsch
Tour-Nr.: 2015-02-59

Immer wieder ein kleiner Regenguss - kein Problem für die Teilnehmer

„Mehrstündige Bergwanderungen rund um die Lenggrieser Hütte im Mangfallgebirge“ – so lautete die Ausschreibung im Tourenprogramm. Davon locken ließen sich 14 muntere Bergwanderer/-innen, zu denen zwei sehr erfahrene Fachübungsleiter bzw. Wanderleiter (Wolfgang R. und Johannes L.) zählten. So trafen sich Samstagfrüh beim Ansbacher Bahnhof Wolfgang R., Wolfgang A., Thomas, Silvia, Norbert, Karin, Johannes, Ingrid, Hildegard, Christina, Christa, Carola, Bernd, Anita und Andrea, um mit drei PKWs nach Lenggries zu fahren.

Kurz nach 9 Uhr erreichten wir den Start- und Zielpunkt unserer Tour, einen  Wanderparkplatz in der Nähe von Lenggries-Fleck. Vor uns lagen etwa 650 Hm bis zur Lenggrieser Hütte (1338 m), die alle Teilnehmer in weniger als zwei Stunden bewältigten. Die Meisten erreichten trockenen Fußes (doch mindestens „angeschwitzt“) die Hütte, den letzten Teil der Gruppe erreichte ein leichter Nieselregen. Die Wetterprognose für unser Wandergebiet kann als „durchwachsen“ beschrieben werden – sooo schlecht wurde es aber dankbarerweise nicht!

Nach einer kleinen Stärkung an der Hütte (wo wir auch übernachteten) machten wir uns mit erleichterten Rucksäcken auf zum ersten Gipfel, dem Seekarkreuz (1601 m). Nach „Berg heil Wünschen“ und kurzem Ausruhen teilten wir uns in zwei Gruppen – die, die etwas „sportlicher“ gehen und die, die „gemessenen Schrittes“ den nächsten Gipfel ansteuern wollten. Dieser Luxus wurde möglich, da Wolfgang R. gerne die Leitung der „sportlichen Gruppe“ übernahm.

Der (oder die?) in Sichtweite liegende Spitzkamp stellte ebenso wenig wie das Seekarkreuz eine übergroße Herausforderung dar – etwa 100 Hm runter/rauf und 40 Minuten später standen beide Gruppen auch auf diesem Gipfel (die eine Gruppe ein wenig früher, die andere etwas später). Aufgrund der unsicheren Wetterlage (Gewittergefahr) kamen beide Wandergruppenleiter überein, keinen weiteren Gipfel mehr anzusteuern und sicherheitshalber zurück zur Lenggrieser Hütte zu gehen. Dort angekommen hatte sich das Wetter zum Guten hin stabilisiert, so dass wir bei Sonnenschein, guter Laune und leckeren Getränken den Spätnachmittag auf der Terrasse genossen. Geregnet und gewittert hat es am späten Abend und nachts dann doch noch – damit hatten wir kein Problem!

Am Sonntag bliesen unsere Wanderleiter bereits um 8 Uhr zum Aufbruch. Wieder in zwei Gruppen – Sportliche / Genießende – steuerten wir die Tegernseer Hütte (1650 m) an, die beide Gruppen annähernd zeitgleich kurz vor 12 Uhr erreichten (die „Sportlichen“ gönnten sich wieder einige Extratouren). Nach einstündiger Rast war Jeder/Jedem freigestellt, den 1698 m hohen Roßstein zu bezwingen. Sieben Bergwanderer/-innen schlossen sich Wolfgang R. an, der diese Gruppe anführte. Auf dem etwas mehr als 1000 Hm hinunter führenden Weg ins Tal zu unseren Autos überraschte uns ein kurzer Regenguss – kaum der Rede wert (Ansonsten hätten wir unsere Regenbekleidung ja ganz umsonst dabei gehabt!)

Fazit: Warum machen manche Leute so was, den Berg hinauflaufen und wieder hinunterlaufen? Sie erleben den mitunter anstrengenden Aufstieg und das Erreichen einer Hütte / eines Gipfels als befriedigende Leistung – sozusagen als „seelisches Fußbad“ –, sie genießen den Blick vom Gipfel, wenn gute Fernsicht herrscht, sie lernen neue Leute kennen und freuen sich über das Wiedersehen mit den schon Bekannten, sie genießen es, mit ihnen  zu essen, zu trinken und zu lachen, sie gestalten ihre Freizeit aktiv und wirken somit Trägheit und Bewegungsarmut entgegen, sie bewegen sich gerne in Gottes herrlicher Natur  . . .  so empfindet es (mindestens) der Verfasser dieses Tourenberichts!

Vor der Lenggrieser Hütte
Auf dem Spitzkamp
Eine herrliche Blütenpracht auf der Bergwiese
Zwischen Lenggrieser und Tegernseer Hütte
Traumhaft...
Die Tegernseer Hütte