Alpine Wanderung in den Allgäuer Alpen

03.07.2015 - 05.07.2015
Autor: Norbert Bartsch
Tour-Nr.: 2015-02-61

Und bei dieser Hitze wollt ihr Bergwandern??

Nun ja, da sich Anja, Corinna, Gottfried, Jörg, Karin und Norbert schon frühzeitig bei Roland für diese Tour angemeldet hatten, dachte keiner daran, wegen „zu schönem Wetter“ einen Rückzieher zu machen. So fuhren wir am Freitagmorgen mit dem DAV-Bus (mit Klimaanlage) nach Reichenbach (867 m) bei Oberstdorf. Gegen 11:30 Uhr begann unser Aufstieg – das Ziel war das auf 1925 m gelegene Edmund-Probst-Haus, das sich in unmittelbarer Nähe zur Nebelhornbahn-Station Höfatsblick befindet. Vorbei an Gaisalpe und Gaisalpsee steuerten wir den Nebelhorngipfel (2224 m) an, den wir gegen 17:30 Uhr bei fantastischer Fernsicht erreichten. Nach kurzer Rast und dem befriedigenden Gefühl, auf dem Gipfel des Nebelhorns zu stehen, machten wir uns auf zum etwa 300 Hm unter dem Gipfel gelegenen Edmund-Probst-Haus (wo wir übernachteten). Das Speisen- und Getränkeangebot ließ nichts zu wünschen übrig, wir taten uns alle gütlich daran – zunächst vor und zu späterer Stunde dann in der Hütte.

Das Programm für den zweiten Tag umfasste eine etwa sechsstündige Wanderung entlang  dem Laufbachereckweg, vorbei an der Schönberghütte zum Prinz-Luitpold-Haus. Dabei waren einige ausgesetzte Stellen zu bewältigen, bei einem beständigen Auf und Ab – und es galt, immer wieder schattenspendende Stellen für Trink- und Rastpausen zu nutzen. Gegen 14:15 Uhr erreichten wir unser Übernachtungsquartier des zweiten Tages, das Prinz-Luitpold-Haus (1846 m). Eigentlich sollte der höchste Gipfel unserer Tourplanung, der Hochvogel (2593 m), noch erklommen werden (dreistündiger Aufstieg!), doch da forderte die Hitze ihren Tribut. So beschlossen wir nach einer ausgiebigen Rast im Schatten auf der Sonnenterrasse, den Nachmittag an und teilweise in dem nahe gelegenen See zu verbringen. In der annähernd voll belegten Hütte und den engen Schlafplätzen ging die Nacht irgendwie rum – tief und erholsam hat wohl kaum einer von uns geschlafen …

Es stand die Überlegung im Raum, am Sonntagvormittag doch noch den Hochvogel zu besteigen und dann den direkten Abstieg ins Tal – ca. 1600 Hm – nach Hinterstein anzugehen; dabei hätte sich, neben den weiterhin hochsommerlichen Temperaturen, wohl auch ein zeitliches Problem (späte Ankunft in Ansbach) ergeben … so entschied unser Wanderleiter, alternativ den sog. Jubiläumsweg zu wählen, auf dem wir den Schrecksee passierend (die meisten von uns nahmen darin ein erfrischendes Bad) nach Hinterstein gelangten. Hier im Tal war es gefühlte zehn Grad heißer als im Gebirge, so dass wir den erstbesten Gasthof ansteuerten. Ein Kleinbustaxi brachte uns zum Ausgangspunkt unserer Tour; gegen 17:45 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Um 20:30 Uhr kamen wir wohlbehalten und rechtschaffen müde in Ansbach an –  schee wors, haas wors!

 

Abmarsch in Reichenbach
Unterer Gaisalpsee
Auf dem Nebelhorngipfel
Rast am Laufbacher Eck
Weg am Laufbacher Eck
Das Prinz-Luitpold-Haus
Der Jubiläumsweg
Der Schrecksee im Hintergrund
Eine traumhafte Naturoase - der Schrecksee